DATEN - GOLD IM IOT

Ein Meilenstein auf dem Weg zur Smart City

„Daten sind das Gold im Internet of Things“, sagt Dr. Thomas Usländer. Und Gold muss geschürft werden. Genau das tut der Experte für Sensordaten.
Smart Citys funktionieren nur mit Daten, auf der SMART CITY SOLUTIONS part of INTERGEO (17. – 19. September 2019, Stuttgart) will das Fraunhofer IOSB zeigen, was geht - als Conference-Partner. Die Plattform ist für Usländer ein möglicher Meilenstein, am 18. September stehen in Stuttgart Sensordaten & Datenmanagement im Fokus.

Dr. Thomas Usländer, Abteilungsleiter Informationsmanagement und Leittechnik beim Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Karlsruhe

Warum sind Sensordaten so wichtig für Smart Citys?

Nur wer Daten hat, kann eine Smart-City-Dienstleistung darauf aufbauen - Daten über Umwelt und Verkehr, von Bewohnern und Häusern, über Energieverbräuche zum Beispiel. Wir haben in Städten viele Sensoren, die Daten liefern. Das müssen nicht immer Messgeräte sein: Auch Bürger können Informationen beitragen, Informationen aus sozialen Netzen können Sensordaten sein. Sensordaten müssen aber aufbereitet werden, um verlässliche Schlüsse ziehen zu können. Und daran fehlt es oft noch.

Warum ziehen viele Städte zu wenige Schlüsse aus Sensordaten?

Oft ist es eine Kostenfrage und eine Frage der Verlässlichkeit der Daten. Die Daten aufzubereiten ist ein enormer informationstechnischer Aufwand. Zum Beispiel, weil Daten derzeit noch in unterschiedlichsten Formaten vorliegen. Diesen Aufwand scheuen Städte oft und greifen auf nur wenige Sensordaten zurück. Das kann problematisch sein, wie man an der aktuellen Diskussion um die Feinstaub-Mess-Standorte sieht. Wir wissen längst, dass verlässliche Aussagen nur möglich sind, wenn wir viele Daten sammeln. Ein Beispiel dafür sind Verkehrs-Apps fürs Smartphone, die den Verkehr viel besser prognostizieren können als die Betrachtung von Einzelmessstellen.

Wie kann die Lösung aussehen?

Unser Ziel bei Fraunhofer IOSB ist eine Effizienzsteigerung durch internationale Standards. Wir haben eine Open-Source-Software entwickelt: FROST® - Fraunhofer Open Source SensorThings API Server. FROST® implementiert den internationalen Standard „SensorThings API“ des Open Geospatial Consortium (OGC). Sie ermöglicht es, Sensordaten nicht nur auszutauschen, sondern sie auch leichter zusammenzuführen und auszuwerten. Die Software ist kostenlos einsetzbar und wir wollen sie den Städten und Kommunen vorstellen. Die SMART CITY SOLUTIONS kann ein Meilenstein für uns werden, gerade durch ihre Anbindung an die Geodäsie-Messe INTERGEO. Wir wollen dort die Community vergrößern, (Fach-)Öffentlichkeit herstellen, Bedarfs- und Entscheidungsträger sowie Geldgeber erreichen. Wir wollen das Thema voranbringen, denn auch kleine und mittlere Städte mit weniger Budget wollen und müssen smart werden! Für den Bürger wie für die Industrie. Denn das Thema Smart City ist auch ein immenser Standortfaktor.

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